Initiative Tierwohl

Wartebetriebe können hoffen


Von der Initiative Tierwohl sollen mehr Schweine profitieren - unter anderem durch Spielmaterial.
-- , Foto: Steffen Bach
Von der Initiative Tierwohl sollen mehr Schweine profitieren - unter anderem durch Spielmaterial.

Im Verlauf des zweiten Halbjahres 2015 sollen weitere Partner für die Initiative Tierwohl gewonnen werden, bestätigt der Geschäftsführer der Organisation, Dr. Alexander Hinrichs, gegenüber agrarzeitung.de. Ziel sei, den derzeit etwa 85 Mio. € umfassenden Fonds für Ausgleichszahlungen an die teilnehmenden Schweinehalter deutlich zu erweitern. Dieser Beschluss wurde in dieser Woche auf einem in einem zweitätigen Workshop der Branchenteilnehmer aus Land- und Fleischwirtschaft sowie dem Lebensmitteleinzelhandel (LEH) gefasst. Dazu gehören sollen weitere Unternehmen des LEH, Fleischerfachgeschäfte sowie die Systemgastronomie. Besonders für Restaurantbetreiber müssten jedoch noch neue Formen der finanziellen Beteiligung und Möglichkeiten der zielgerichteten Kommunikation entwickelt werden, so Hinrichs. Dies sei die Aufgabe der sich im Abstand von jeweils sechs Wochen treffenden Repräsentanten der bisher aktiv an der Initiative Tierwohl beteiligten Branchen.

Die Anteil der positiv auditierten Betriebe an der Gesamtzahl der interessierten Teilnehmer sei mit 96 Prozent sehr hoch gewesen, betonte der Vorstandsvorsitzende der Westfleisch eG, Münster, Dr. Helfried Giesen. Dies bestätige einerseits die große Bereitschaft der Tierhalter an dem Projekt mitzuwirken. Gleichzeitig habe jedoch die hohe Nachfrage zu der deutlichen Überzeichnung geführt. Als Konsequenz sei etwa die Hälfte der Betriebe auf die Warteliste gerückt. Doch auch für sie gelte die Zusage einer dreijährigen Förderperiode. "Sie fangen eben etwas später an", so Giesen. Im Ergebnis sende das Treffen der Branchenteilnehmer in dieser Woche sehr positive Signale für die erfolgreiche Entwicklung der Initiative Tierwohl aus, unterstrich Giesen. (jst)
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