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In Russland darf eine einheitliche Agrarsteuer eingeführt werden. Einer entsprechenden Korrektur des nationalen Steuergesetzbuches stimmte das Unterhaus des russischen Parlaments am Mittwoch zu. Der Korrektur gemäß haben die landwirtschaftlichen Produzenten, die mindestens 70 Prozent ihrer Gesamterlöse aus dem Absatz von Agrarerzeugnissen sowie aus deren Veredelungsprodukten erwirtschaften, freie Wahl zwischen dem bisherigen Besteuerungssystem und der von der Größe der bewirtschafteten Flächen und der Bodenqualität abhängenden Einheitssteuer. Im letzteren Fall werden sie von mehreren sonst zu entrichtenden Abgaben wie Gewinnsteuer, Verkaufssteuer oder regionalen Steuern befreit. Dies gilt allerdings nicht für Mehrwertsteuer, Verbrauchssteuer und einige weitere Abgaben. Die regional geltenden Steuersätze sind durch Legislativorgane einzelner Provinzen festzulegen. (pom)
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