Milchmarkt

Weg frei für neue Strategie bei Hochwald

Hochwald hat im Jahr 2016 den Grundstein für die Strategie „Hochwald 2020“ gelegt, über die das Unternehmen gestern am Firmenstandort informierte. Ein strategisches Ziel etwa ist, weiterhin einen Milchpreis über dem Bundesschnitt auszuzahlen. Diese Neuausrichtung will aber finanziert sein. Die Vertreterversammlung hat im Mai mit einer Mehrheit von 96 Prozent die Einführung eines Beitrags zur Finanzierung der Neuausrichtung beschlossen und damit den Weg zur Umsetzung der Strategie bereitet.

Was die Umsatzentwicklung im Geschäftsjahr 2016 betrifft, beruft sich Hochwald auf die allgemein schlechte Entwicklung der Milchwirtschaft auf den Weltmärkten und in Deutschland. Im Berichtsjahr sind die Umsatzerlöse demnach um 5,5 Prozent auf 1,36 (Vorjahr: 1,44) Mrd. € gesunken. Die niedrigen Preise bei Molkereiprodukten seien im Berichtsjahr ausschlaggebend für den Umsatzrückgang, so das Unternehmen.

Für das laufende Geschäftsjahr hegt die Hochwald-Geschäftsführung gemischte Gefühle. Die Preise für Fett würden zwar weiter steigen, der Markt für Magermilchpulver (Eiweiß) sei aber unverändert schwierig, sagt Hochwald-Geschäftsführer Detlef Latka. Zudem sei das Rohstoffaufkommen der Molkereien in der EU-28 im Jahr 2017 weiter rückläufig. „Der Umsatz der Hochwald-Gruppe wird sich 2017 erhöhen. Wir arbeiten mit allen Kräften an der Umsetzung der Strategie ‚Hochwald 2020‘, die den Milchpreis für unsere Genossenschaftsmitglieder nachhaltig verbessern wird“, so Latka. (mrs)
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