Weißrussland erwartet harte Kampagne


Die Haupternte von Getreide beginnt in Weißrussland. Präsident Alexander Lukaschenko fordert alle Beteiligten zu größten Anstrengungen auf. Die weißrussische Getreideernte soll nach offiziellen Prognosen aus Minsk 10 Mio. t erreichen. Eine Vorjahreszahl nennt die staatliche Nachrichtenagentur Belta nicht. In internationalen Statistiken taucht das Land eher mit einem Erzeugungsniveau um die 7 Mio. t auf. Zum Erntestart appelliert der weißrussische Präsident an alle Beteiligten, sich anzustrengen. „Die Ernte wird hart", zitiert Belta den studierten Agraringenieur, der vor seiner Präsidentschaft einen großen staatlichen Agrarbetrieb geleitet hatte. Denn viel Getreide ist offenbar ins Lager gegangen.

Lukaschenko rechnet damit, dass die Getreidepreise nach der Ernte 2010 stark ansteigen. Um davon zu profitieren, müsse das Getreide sorgfältig gedroschen und eingelagert werden. Gleichzeitig betont der Präsident, dass Weißrussland keine umfangreichen Exporte von Brotgetreide plane. Stattdessen soll die Ernte verfüttert werden und daraus mehr Fleisch und Milch erzeugt werden, um dann diese Produkte zu exportieren. Als aufnahmefähigen Absatzmarkt nennt Lukaschenko Russland und Kasachstan. (db)
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