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Die Bundesforschungsanstalt für Viruserkrankungen der Tiere hat zwei weitere BSE-Fälle in Bayern bestätigt, wie das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit, Ernährung und Verbraucherschutz am vergangenen Freitag mitteilte. Damit erhöht sich die Zahl der BSE-Fälle in Bayern auf 57 und in Deutschland auf 113. Es handelt sich um ein am 11. Mai 1996 geborenes Rind (weiblich, Fleckvieh) aus der Oberpfalz und ein am 1. Juli 1997 geborenes Rind (weiblich, Fleckvieh) aus Niederbayern.

Das Tier aus der Oberpfalz war zusammen mit acht weiteren Tieren aus der Geburts- und Fütterungskohorte eines BSE-kranken Tieres des gleichen Bestandes getötet und mit positivem Ergebnis untersucht worden. Zum ersten Mal ist damit in Bayern bei einem Kohortentier ein BSE-Verdacht bestätigt worden und zum zweiten Mal in Deutschland (Hessen, 4. Juli 2001).

Zur Kohorte, die bei Auftreten eines BSE-Falles im Bestand getötet wird, zählen alle Tiere, die in den zwölf Monaten vor oder nach der Geburt eines kranken Tieres in dem Bestand geboren wurden, in dem auch das kranke Tier geboren ist. Hinzu kommen Tiere, die in ihren ersten zwölf Lebensmonaten zu irgend einem Zeitpunkt gemeinsam mit einem kranken Tier aufgezogen wurden und möglicherweise das gleiche Futter zu sich genommen haben wie das erkrankte Tier. Darüber hinaus werden auch die unmittelbaren Nachkommen des BSE-kranken Tieres getötet, die jünger als zwei Jahre sind.

Das Tier aus Niederbayern war am 27. September 2001 geschlachtet worden. Die durch ein Privatlabor und das Landesuntersuchungsamt für das Gesundheitswesen (LUA) Südbayern durchgeführten BSE-Schnelltests hatten ein positives Ergebnis gebracht, das nun von der Bundesforschungsanstalt in Tübingen bestätigt wurde. Einen Überblick über die BSE-Situation in Deutschland bietet Ihnen AgroOnline hier. (ED)
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