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Die Diskussion der grünen Gentechnik, die als "Kanzlerinitiative" gestartet wurde, liegt nun in den Händen von Bundeslandwirtschaftsministerin Renate Künast. Sie wird nach einem ersten Treffen mit Pflanzenzüchtern in der vergangenen Woche in wesentlich größerer Runde als bisher fortgesetzt werden. Der Agrarzeitung Ernährungsdienst sagte Künast heute in Berlin, dass an den weiteren im Herbst geplanten Gesprächen auch Umweltverbände beteiligt werden. Noch in diesem Monat solle eine Gesprächsrunde mit ihren Länderkollegen stattfinden, um angemessene Reaktionen auf Pflanzenbestände zu vereinbaren, in deren Saatgut gentechnisch veränderte Organismen (GVO) festgestellt werden. Eine Panne wie in Brandenburg dürfte sich nicht wiederholen, betonte Künast. Dort war im August die Häckselung und oberflächliche Einarbeitung von keimfähigem Sommerraps mit GVO angeordnet worden. (GH)
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