Weitere Liberalisierung vor der Osterweiterung geplant

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Noch vor der Osterweiterung will die EU-Kommission den Agrarhandel mit den Beitrittskandidaten weiter liberalisieren. In einer neuen Doppelnull-Verhandlungsrunde sollen diesmal für sensible Produkte wie Rindfleisch, Butter, Magermilchpulver und Getreide größere zollfreie Einfuhrkontingente für beide Seiten geschaffen werden. Zwei Prozent des Verbrauchs der EU hat sich die EU-Kommission als Ziel für den zollfreien Warenverkehr mit diesen Agrargütern gesteckt. In den mittel- und osteuropäischen Ländern (MOEL), die deutlich mehr Lebensmittel und agrarische Rohstoffe aus der EU importieren als dort hin exportieren, ist die Bereitschaft zur Marktöffnung nicht immer ausgeprägt. Die Kommission hält eine Phase der Vorbereitung dennoch für wichtig, bevor im Falle des Beitritts sämtliche Handelsbeschränkungen fallen. Der EU-Ministerrat sollte der Wiederaufnahme der Doppelnull-Verhandlungen in den kommenden Wochen in Brüssel noch zustimmen. Bis Juli 2002 möchte die Kommission die zweite Liberalisierungsrunde mit den MOEL abgeschlossen haben. (Mö)
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