Vor dem Landgericht Mannheim klagen heute mehrere Hersteller von Getränken, Schokoladen und Tiernahrung. Hintergrund der Klage ist ein Kartell der maßgeblichen deutschen Zuckerhersteller Südzucker, Nordzucker sowie Pfeifer & Langen (Diamantzucker). Das Bundeskartellamt hatte bereits im Jahre 2014 Bußgelder von insgesamt 280 Mio. € verhängt wegen unerlaubter Preisabsprachen bei Zucker. Die Zuckerhesteller bestreiten jedoch, durch unzulässige Absprachen ihre Kunden geschädigt zu haben.

Ab 13.30 Uhr werden heute in Mannheim kleinere Verfahren am Landgericht der Zivilkammer II verhandelt. Kläger sind nach Angaben eines Gerichtssprechers Teusser Mineralbrunnen Karl Rössle GmbH & Co KG, Wergona Schokoladen GmbH, Burkhardt Fruchtsäfte, die Becker-Schoell AG (Tiernahrung und Saatgut) sowie die Bad Brambacher Mineralquellen  Hier verhandelt zum 1. Mal die Zivilkammer. Am Ende der Verhandlung wird ein Verkündungstermin erwartet.

Unabhängig von dieser Verhandlung laufen sechs Verfahren (Aktenzeichen 7O 148/15-7O 153/15) der
gegen die großen deutschen Zuckerhersteller. Hier hatte der zuständige Richter Andreas Voss ein Gutachten angefordert, das feststellen soll, ob die Preisabsprachen der Hersteller Einfluss auf einem regulierten Zuckermarkt in der EU mit festen Quoten und Preisen hatten. Die Urteilsverkündung soll nach Angaben des Sprechers am 2. Dezember in Mannheim an der Zivilkammer I stattfinden. In der Sache Katjes gegen Südzucker ist bislang noch kein weiterer Verhandlungstermin bestimmt worden. (da/HH)
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