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Wo Niederschläge fehlten, enttäuschen die Weizenerträge, zeigt eine Umfrage der Agrarzeitung Ernährungsdienst in den Regionen. Auf den leichten Standorten Norddeutschlands werden Ertragseinbußen von 20 bis 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr registriert, auf guten Standorten etwa 10 Prozent. Die Preisvorstellungen liegen auseinander. Ex Ernte sind für Brotweizen 115 bis 118 €/t im Gespräch.

Sowohl im früh dreschenden Brandenburg als auch im späteren Sachsen und Thüringen kann die Weizenernte zügig fortgesetzt werden. Die Qualitäten bleiben, bis auf den erhöhten Schmachtkornanteil, unproblematisch bis sehr gut. Die Erträge fallen jedoch gegenüber dem Vorjahr deutlich ab.

Im Nordwesten ist die Weizenernte nur auf den leichten Böden weit fortgeschritten. Die Erträge liegen auf knapp durchschnittlichem Niveau, die Hektolitergewichte sind gut. In Westfalen und Nordhessen zeichnet sich bei den Erträgen ein Minus von 10 bis 15 Prozent ab. Im Rheinland ist die Weizenernte zu 80 Prozent abgeschlossen, gegenüber dem Vorjahr fallen die Erträge um rund 15 Prozent ab und liegen im Schnitt um die 8 t/ha. Im Südwesten sind rund 60 Prozent des Weizens geerntet. Bei sehr unterschiedlichen Erträgen liegt das Niveau etwa 10 Prozent unter dem Vorjahr. Am Oberrhein ist die Ernte im Schnitt zur Hälfte beendet. Bei durchschnittlichen Erträgen von 7,5 t/ha zeichnet sich eine Ernte auf Vorjahresniveau ab.

Die Weizenernte ist in Unter- und Mittelfranken sowie im nördlichen Württemberg zu etwa 60 bis 70 Prozent abgeschlossen. In Oberfranken, Schwaben, Ober- und Niederbayern dürften es 25 Prozent sein. Die Erträge bewegen sich meist nur knapp unter dem Vorjahresergebnis. Bislang liegt der Schwerpunkt zwischen 65 bis 85 dt/ha. Der bisher einbrachte Weizen lässt hervorragende innere und äußere Qualitäten erkennen. (ED)

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