Weizen dominiert EU-Exporte


Weizen aus EU-Ländern findet derzeit auf dem Weltmarkt Käufer. Vor allem französischer Weichweizen macht das Rennen in Richtung Nordafrika. Gerste dagegen tut sich schwer. Seit Beginn der neuen Vermarktungssaison 2009/10 vergab die EU-Kommission Ausfuhrlizenzen vom 1. Juli bis zum 4. August für insgesamt 1,63 Mio. t Getreide. Weizen liegt mit rund 1,22 Mio. t vorn. In der Gesamtsumme enthalten sind auch 164.000 t Weizenmehl, 155.000 t Gerste sowie kleinere Mengen Roggen, Hafer und Mais. 

Damit unterschreiten die EU-Exportländer ihre Vorlage vom gleichen Vorjahreszeitraum mit 1,96 Mio. t um rund 300.000 t. In diesem Jahr geben die Kaufer französischem Weichweizen den Vorzug. Die EU-Kommission berichtete im Verwaltungsausschuss am gestrigen Donnerstag in Brüssel, dass Algerien 500.000 t Weizen in Frankreich kaufte zum Preis von 214,00 US-$/t cif sowie Ägypten 240.000 t zu 182,00 US-$/t. Angesichts der vielen Lizenzen, die französische Exporteure derzeit beantragen, vermutet die EU-Kommission weitere Anfragen aus diesen Ländern. Aber auch deutsche Händler sind derzeit mit von der Partie, wenn auch in kleinem Umfang. Seit Anfang Juli kamen etwa 86.000 t Weizen für den Export zusammen. Schlecht steht es um die Gerste. In der 1. Augustwoche beantragten deutsche Exporteure Lizenzen für 10.000 t.


Kurz vor Ende der Getreideernte in Europa finden weltweit nur wenige Handelsaktivitäten statt. Die EU-Kommission nannte Ägypten, das rund 55.000 t Soft Red Winter in den USA zu 178,00 US-$/t cif kaufte. Jordanien erwarb 100.000 t Weizen aus den Scharzmeerländern zu 219,00 US-$/t cif. Für die Berichtswoche (29. Juli bis 4. August) ermittelte die EU-Kommission Durchschnittskurse von den US-Börsen. Demnach ist der Preis für Soft Red Winter Anfang August auf 186,64 US-$/t gegenüber Mitte Juli von 188,00 US-$/t gefallen. Hard Red Winter hält sich mit 233,40  (234,58) US-$/t recht stabil. US-Mais verbesserte sich seit Mitte Juli um knapp 4 auf 167,42 US-$/t. (da)
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