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Die Weizenernte in Serbien wird 2008 voraussichtlich unter dem Inlandsbedarf liegen. Schon jetzt sucht das Land Weizenimporte. Die US-Botschaft in Belgrad schätzt die serbische Weizenernte 2008 auf etwa 1,65 Mio. t. Damit würde der Inlandsbedarf von 1,7 Mio. t nicht gedeckt. Mit Ausnahme des Trockenjahres 2003 hat die Weizenernte Serbiens in den zurückliegenden Jahren mindestens eine Größenordnung von 2 Mio. t erreicht. Grund für die kleine Ernte 2008 ist nach Angaben der amerikanischen Agrarexperten, dass im Herbst 17 Prozent weniger Winterweizen ausgesät worden ist als im Vorjahr. Hindernisse seien ungünstige Witterung, vor allem aber Mangel an Saatgut und Düngemitteln gewesen. Auf den nicht bestellten Flächen wird zur Ernte 2008 wahrscheinlich Mais ausgesät, beobachtet die US-Botschaft. Für diese Getreideart könnte Serbien im neuen Wirtschaftsjahr wieder als Anbieter auf dem Weltmarkt dabei sein. Dagegen waren große Teile der Maisernte 2007 in Serbien - wie in ganz Südosteuropa - vertrocknet.

Die Regierung in Belgrad hatte schon im August 2007 einen Exportstopp für Weizen und Mais verhängt, der seither immer verlängert worden ist. Um die nationalen Bestände etwas aufzubauen, hat die Regierung Mitte März 2008 ein zollfreies Importkontingent für 200.000 t Weizen eröffnet, das bis Ende April läuft. (En)

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