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In den ausgedehnten Ackerbauregionen dominiert vor allem Körnermais, der landesweit auf rund 2,5 Mio. ha wächst und damit mehr Fläche als in Frankreich einnimmt. Allerdings sind die Erträge nur halb so hoch. In diesem Jahr blieb auch Rumänien nicht von der Hitzewelle verschont. Besonders Anbauregionen im Westen und Nordosten des Landes litten unter massiver Trockenheit. Die diesjährige rumänische Maisernte schätzt Stratégie Grains daher auf nur 9,2 Mio. t, im Vorjahr wurden noch 11,3 Mio. t geerntet. Im Inland werden insgesamt 6,2 Mio. t verbraucht, davon wandern knapp 5,0 Mio. t in die Tierfütterung. Für den Export stehen in der Saison 2015/16 etwa 3,4 Mio. t zur Verfügung. Mit 2,4 Mio. t fließt der meiste Mais innerhalb der EU vor allem nach Spanien, die Niederlande und Italien.

Weizen ist mit einer Fläche von 2,1 Mio. ha die zweitwichtigste Kultur in Rumänien. Auch hier sind die Erträge wesentlich geringer als in Frankreich und Deutschland. Stratégie Grains beziffert die Weizenproduktion in diesem Jahr auf 7,2 Mio. t. In der vorigen Saison wurden 7,7 Mio. t Weizen geerntet. Nur zu einem ganz geringen Anteil landet der rumänische Weizen im heimischen Futtertrog. Der Verbrauch im Nahrungsmittelbereich wird für die laufende Kampagne auf 3,3 Mio. t veranschlagt. Zusätzlich benötigter Weizen wird vorwiegend aus den Nachbarländern wie Bulgarien und Ungarn importiert. Die Weizenausfuhren taxiert Stratégie Grains in der Kampagne 2015/16 auf insgesamt 4,2 Mio. t. Davon gehen 1,1 Mio. t in EU-Partnerstaaten wie Spanien oder Italien. Wichtige Abnehmer der übrigen 3,1 Mio. t Weizen sind Ägypten, Saudi-Arabien, Syrien oder der Irak.

Wichtigste Ölsaat ist in Rumänien die Sonnenblume. Laut Coceral beläuft sich die diesjährige Produktion auf 1,9 Mio. t. Die Anbaufläche ist in den vergangenen zehn Jahren gewachsen, aber erst in den vergangenen Jahren hat die Erzeugung den eigenen Bedarf überschritten, sodass Mengen für den Export übrig geblieben sind, die mehrheitlich in andere EU-Länder fließen. Zunehmend an Bedeutung gewinnt in Rumänien der Soja- und Rapsanbau. (az)

Mit herzlichem Dank für die Unterstützung an KS Agrar
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