Weizen knapp und knapper

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Erwartungsgemäß hat heute das amerikanische Landwirtschaftsministerium USDA die weltweite Weizenversorgung noch enger als bisher geschätzt. Die Erkenntnisse sind zwar nicht neu, aber dennoch beunruhigend. Das USDA geht weltweit von einer Weizenerzeugung 2007/08 von nur noch 606 Mio. t aus. Der Verbrauch im laufenden Wirtschaftsjahr dürfte fast 15 Mio. t höher ausfallen, so dass die ohnehin niedrigen weltweiten Vorräte entsprechend schrumpfen. Das USDA hat in seiner heutigen Schätzung die aktuelle Trockenheit in Australien berücksichtigt. Deswegen wird das Land wohl auch 2007/08 nicht sein Produktionspotenzial ausschöpfen können. Bislang richteten sich einige Hoffnungen darauf, dass von der Südhalbkugel in der zweiten Hälfte des laufenden Wirtschaftsjahres einige Entlastung für die Weizenversorgung kommen könnte. Etwas entspannt ist die Situation lediglich dadurch, dass die bevorstehende Maisernte in vielen Erzeugungsregionen der Welt reichlich ausfallen dürfte. (db)
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