az-Länderserie Kasachstan

Weizen und Gerste aus Zentralasien


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Die wichtigsten Anbaufrüchte Kasachstans sind Weizen und Gerste, wobei aufgrund der klimatischen Verhältnisse mit trockenen und sehr kalten Wintern fast ausschließlich Sommerkulturen angebaut werden. Mit deutlichem Abstand kommt Weizen die größte Bedeutung zu. Die Anbaufläche ist dabei im Verlauf der vergangenen Jahre leicht rückläufig und belief sich in der Ernte 2015 auf 11,5 Mio.ha. Dies entspricht annähernd der Hälfte der gesamten Ackerfläche Kasachstans. Die Weizenproduktion erreichte 2015 ein Volumen von knapp 13Mio. t. Aufgrund der häufigen Trockenperioden sind die Erträge starken Schwankungen unterworfen und auch Missernten sind immer wieder an der Tagesordnung.

Mit 6,9 Mio. t verbraucht Kasachstan knapp die Hälfte seiner Weizenerzeugung selbst. Nach Schätzungen des US- Agrarministeriums USDA stehen in der Kampagne 2015/16 rund 6,5 Mio.t für den Export zur Verfügung. Hauptabnehmer der kasachischen Weizenausfuhren sind andere GUS-Staaten wie Aserbaidschan, Usbekistan, Tadschikistan und Kirgistan. Seit 2005 wird ein Teil der Exporte auch über zwei lettische Hafenstädte abgewickelt, was Kasachstan seither einen besseren Zugang zu den Weltmärkten eröffnet. Die von den beiden Staaten gemeinsam betriebenen Getreideterminals verfügen über eine Verschiffungskapazität von 2,5 Mio.t jährlich.

Zweitwichtigste Kultur ist Gerste, die im vergangenen Jahr auf 2Mio. ha angebaut wurde. Die Produktion erreichte 2,6 Mio.t, welche mehrheitlich im Lande verbraucht wird. Nur 500000t fließen in den Export. Hauptabnehmer ist mit fast zwei Dritteln der Gesamtmenge der Iran. Der Maisanbau hat dagegen nur eine geringe Relevanz und findet lediglich auf einer kleinen Fläche statt. Die Erzeugung beläuft sich im laufenden Wirtschaftsjahr auf eine Menge von 500000 t und wird im Land konsumiert.

Wichtigste Ölsaat Kasachstans ist die Sonnenblume. Jedoch spielt sie mit einer Produktionsmenge von 450000 t und Exporten von über 100000 t international auch keine bedeutende Rolle. Das Interesse am Rapsanbau hingegen ist in den vergangenen Jahren gewachsen. So ist die Produktion von lediglich 10000 t im Jahr 1995/96 auf aktuell 225000 t angestiegen. 100000 t davon werden direkt exportiert, bei Rapsschrot wird etwa die Hälfte der Produktion und bei Rapsöl ein Viertel ausgeführt. (az)

Mit herzlichem Dank für die Unterstützung an KS Agrar
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