Weizenernte 2007 bringt heterogene Qualitäten


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Heterogenität ist in qualitativer Hinsicht das kennzeichnende Merkmal der schwierigen Ernte 2007. Reifezustand, Ertrag und Qualität lagen selbst bei benachbarten Schlägen weit auseinander, teilen die Hildebrandmühlen in Frankfurt a.M. mit. Die überwiegende Menge des geernteten Weizens habe eine mehlige bis teilglasige Kornstruktur mit selten normalen, häufig schwächeren Naturalgewichten. Aus den geernteten Weizenpartien würden sich jedoch noch die erforderlichen Qualitäten – wenn auch mit erhöhtem Separations- und Mischungsaufwand – herstellen lassen. Die Mehlausbeuten seien geringer. Sehr erfreulich ist laut Einschätzung der Mühle bei dieser Ernte wiederum, dass Pilzkrankheiten wie zum Beispiel Fusariosen den Weizen im Einzugsgebiet der Frankfurter Mühle nicht geschädigt hätten.

Die Protein- und Feuchtklebergehalte seien als normal und gut zu bewerten. Die Kleberqualität ist den Angaben zufolge etwas geschmeidiger und somit sehr gut. Der diesjährige Sedimentationswert (nach Zeleny) liegt im Durchschnitt deutlich oberhalb des Vorjahresniveaus, hieß es gegenüber der Agrarzeitung Ernährungsdienst auf Anfrage. Die Fallzahlen seien niedriger, die Enzymaktivität erhöht bei noch normaler Stärkequalität. Bislang seien etwa 750 Anlieferungsproben untersucht worden. (Sz)

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