In Schleswig-Holstein wird im Jahr 2010 eine Getreide-und Rapsernte auf dem Niveau des mehrjährigen Durchschnittsertrages erwartet. Die Weizenernte ist längst noch nicht abgeschlossen. Landwirtschaftsministerin Dr. Juliane Rumpf, Landwirtschaftskammerpräsident Claus Heller und Landesbauernverbandspräsident Werner Schwarz stellten heute in Kiel die ersten Ergebnisse bei einer gemeinsamen Konferenz vor. Rumpf führte aus, dass noch ein Großteil des Winterweizens auf den Feldern stehe. Landwirtschaftliche Kulturen, wie zum Beispiel das durch die Trockenheit gekennzeichnete Grünland oder auch viele Maisschläge auf den leichten Standorten im Süden Schleswig-Holsteins, benötigten dringend die derzeitigen Niederschläge. Gleichzeitig erschwerten die Regenfälle aber die Getreideernte, die sich dadurch wohl bis in den September hinein verzögern werde.

Die jetzt noch zu erntenden Winterweizenbestände würden voraussichtlich deutlich geringere Qualitäten aufweisen und dann nur noch als Futterweizen zu vermarkten sein, sagte Rumpf weiter. Die Getreideernte bezifferte die Ministerin auf rund 2,5 Mio. t, was einem Rückgang von 10 Prozent gegenüber 2009 entspräche. Bei den Erträgen sind regional starke Unterschiede zu verzeichen. Für Winterweizen sei mit 90 dt/ha im Schnitt ein guter Wert erzielt worden. Für Wintergerste lag dieser Wert bei 82 dt/ha und für Winterraps bei 42 dt/ha. Die Rapsernte insgesamt wird 485.000 t betragen. (da) 
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