„Wir können sehen, dass in England und Neuseeland in den letzten 10 Jahren bereits Ausnahmeerträge von über 15 t/ha erwirtschaftet werden konnten – wohl aber nicht unter wirtschaftlichen Anbaubedingungen“, sagte Weizenzüchter Andreas Jacobi auf die Frage, ob 15 t/ha ein realistischer Weizenertrag sein kann. „Stimmen Sorte, Wetter, Boden und Anbaugeschick, so sind auch in Deutschland hohe Erträge zu erzielen. Die Optimierung des Ertragspotenzials bleibt ein wichtiges Züchtungsziel“, sagte Jacobi.

Den Weizentag eröffnete Kerstin Koch von der Hochschule Rhein-Waal aus Kleve mit einem Vortrag zum Thema „Bionik – Lernen aus der Natur“. Die Funktionen pflanzlicher Oberflächen wie zum Beispiel die Selbstreinigung ließen sich hervorragend technisch nutzen, erklärte die Forscherin laut Veranstalter. Eine zentrale Rolle spielten hierbei die Oberflächenwachse der Pflanzen, die die Anhaftung von Schmutz und Pathogenen reduzierten. Diese zeigen sich bei robusten Weizensorten in einer bläulich-weißen Färbung.

Bei der Feldbegehung in Jerxheim wurde den Besuchern auf einer 11 ha großen Fläche Anbauversuche und neue Weizensorten präsentiert. Die Landwirtschaftkammer Niedersachsen, Bezirksstelle Braunschweig informierte zu verschiedenen Weizenkrankheiten. (az)
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