Weizennachfrage wächst unaufhaltsam


Eine kräftige Belebung des globalen Weizenhandels zeichnet sich in den kommenden zehn Jahren ab. Die EU-Länder könnten Marktanteile gewinnen. Das amerikanische Landwirtschaftsministerium USDA erwartet in seiner aktuellen Zehnjahresprognose bis 2021, dass der globale Weizenhandel gegenüber dem heutigen Niveau um 15 Prozent auf dann mehr als 150 Mio. t wachsen wird.

Mit schnell steigender Nachfrage rechnet das Ministerium zum Beispiel in Indonesien und den westafrikanischen Staaten. Das größte Wachstum zeichnet sich jedoch in Nordafrika und im Nahen Osten ab. Die Region, die mit ihrer Nachfrage bereits in den Vorjahren den Welthandel beflügelt hat, wird nach Schätzung des USDA in zehn Jahren fast die Hälfte aller globalen Weizenimporte aufnehmen. Allein Ägypten, heute schon größtes Importland, könnte nach 2021 jährlich mehr als 12 Mio. t Weizen am Weltmarkt kaufen.

Unter den Exportländern wird sich das Gewicht weiter Richtung Schwarzmeerländer verschieben. Russland, die Ukraine und Kasachstan könnten 2021 zusammen etwa 30 Prozent aller globalen Exporte stellen, zeigt die Prognose. Aus den traditionellen Exportländern USA, EU, Kanada, Australien und Argentinien kämen dann aber immer noch mehr als 60 Prozent des Weltmarktangebotes. Für die EU-Länder rechnet das USDA sogar mit steigenden Marktanteilen. Für 2021 prognostiziert das amerikanische Ministerium EU-Weizenexporte von rund 26 Mio. t und damit mehr, als die Gemeinschaft jemals exportiert hat. (db)
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