Weizenpreise gehen steil nach oben


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Die Weizenpreise in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden haben zum Wochenende eine regelrechte Rallye angetreten. Gründe sind zurückgenommene Ernteerwartungen wegen der Trockenheit. Hinzu kommt Verkaufszurückhaltung, der eine steigende Nachfrage der westeuropäischen Getreideverarbeiter gegenübersteht, berichtet die Agrarzeitung Ernährungsdienst in ihrer heutigen Ausgabe. Die Prognosen sind freilich äußerst unsicher. Noch liegen die Ernteschätzungen unwesentlich unter dem Vorjahr, das sowohl in Deutschland als auch in der EU eine mittlere Gerteideernte gebracht hatte. Doch die anhaltende Hitze lässt Spekulationen gedeihen. In Deutschland haben sich die Weizenpreise in den Seehäfen befestigt. Gestern lagen sie franko Hamburg bei 124,50 €/t Basis September. Noch höher sind die Notierungen an der Rheinschiene, wo vor allem Weizen Richtung Niederlande gefragt ist. Die westdeutschen Mühlen haben dagegen ihre Gebote noch nicht angepasst. (St)
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