Weizenqualitäten im Südwesten schwach

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Die bisher angelieferten Weizenqualitäten in Südhessen, dem angrenzenden Rheinland-Pfalz sowie in Baden und den frühen Gebieten Württembergs haben unter der Witterung der vergangenen Zeit bereits gelitten, schreibt die Agrarzeitung Ernährungsdienst in ihrer heutigen Ausgabe. Es wird zwar bei B-Weizen von Fallzahlen zwischen 80 und 300 sec. berichtet, wobei aber das Gros der Ware auf die schwächeren Qualitäten fällt. Im Badischen werden für diese Sorten Fallzahlen von nicht mehr als 100 bis 190 sec. erreicht. Im A-Sortenbereich werden die geforderten Qualitäten mit 250 sec. kaum abgeliefert. Vielmehr reicht die Vielfalt der angebotenen Qualitäten bis hinunter zu einer Fallzahl von 80 sec. In den frühen Gebieten Württembergs sind es häufig noch 220 sec. Die Qualitätsschwierigkeiten werden sehr sorten- und regionenabhängig gesehen. Auch die Sorte Monopol hat unter dem Wetter der Vergangenheit gelitten. Hier werden Qualitäten mit Fallzahlen knapp unter 200 sec. geliefert. Seitens der Abgeber wird derzeit versucht, bestehende Kontrakte zu erfüllen. Auf Grund der Zurückhaltung vieler Mühlen, sich mit Brotgetreide neuer Ernte zu binden, besteht häufig ein prompter Bedarf. Neugeschäfte kommen nur zu sehr individuellen, jedoch festen Kursen zustande. (dg)
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