Weltagrarbericht: Kleinbauern stärker unterstützen

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Kleinbauern in Entwicklungsländern müssen stärker gefördert werden. Bei der Vorstellung des Weltagrarberichtes gestern in Berlin unterstrich Bundesentwicklungsministerin Wieczorek-Zeul ihre Bemühungen, den Landwirten in diesen Regionen einen besseren Zugang zu Land, Märkten, Produktionsmitteln sowie Beratungs- und Finanzdienstleistungen zu ermöglichen. Der Weltagrarbericht IAASTD (International Assessment of Agricultural Knowledge, Science and Technology for Development) wurde von der Weltbank, der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) und anderen initiiert und von rund 400 Expertinnen und Experten aus aller Welt verfasst. Neben der Stärkung von Kleinproduzenten und der Einbeziehung ihres lokalen Wissens in die Agrarforschung wird in dem Bericht vor allem eine nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen sowie eine stärkere Ausrichtung auf agrarökologische Forschung gefordert. Das Bundesentwicklungsministerium hat im Jahr 2008 in Reaktion auf die Nahrungsmittelkrise Soforthilfen in Höhe von 66 Mio. € bereitgestellt. Insgesamt gab das Entwicklungsministerium im Vorjahr 600 Mio. € für ländliche Entwicklung und Ernährungssicherheit aus. (da)
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