Welternährung mit fairer Politik sichern

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Eine Neuausrichtung in der Landwirtschafts- und Handelspolitik fordern die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), der Bundesverband deutscher Milchviehhalter (BDM), die Menschenrechtsorganisation FIAN und die Entwicklungs- und Umweltorganisation Germanwatch zum Welternährungstag. Die EU dürfe afrikanische Länder nicht zur Marktöffnung zwingen. Bei der anstehenden Reform der Milchmarktordnung müsse sich das Bundeslandwirtschaftsministerium dafür einsetzen, dass Bauern in Europa und in Afrika faire Preise erhalten. Exportsubventionen müssten dauerhaft abgeschafft werden, heißt es in einer Erklärung. "Es ist an der Zeit, dass wir uns in der EU endlich an marktwirtschaftliche Grundsätzen halten und nur soviel produzieren, wie verkauft werden kann“, sagt Romuald Schaber, Vorsitzender des BDM. „Damit wäre nicht nur den afrikanischen, sondern auch den deutschen Milchbauern gedient, weil sie ihre Milch zu kostendeckenden Preisen verkaufen könnten.“

Am Welternährungstag am kommenden Donnerstag, den 16. Oktober, wollen die AbL, FIAN und Germanwatch sich an der Milchparade des BDM in Berlin beteiligen, um diesen Forderungen Nachdruck zu verleihen. Nach Angaben der UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) sind am Welternährungstag in mehr als 150 Ländern Aktivitäten geplant. Seit heute diskutieren FAO-Vertreter über die Sicherung der Welternährung und hierfür notwendige Strategien mit Blick auf Klimawandel und der verstärkten Nutzung von Bioenergie. (AW)

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