Die Vereinten Nationen suchen Wege zu einer besseren globalen Ernährungssicherheit. Für private Agrarinvestitionen sollen Leitlinien gelten.

Der Welternährungssauschuss der UN-Landwirtschaftsorganisation FAO startet in dieser Woche Verhandlungen über die Entwicklung von „Prinzipien für verantwortliche Agrarinvestitionen". Ziel sei es, vor allem Kleinbauern in Wertschöpfungsketten einzubinden und negative soziale und ökologische Folgen von Investitionen zu vermeiden, teilt das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMELV) mit.

„Ohne erhebliche Investitionen in die Landwirtschaft und den ländlichen Raum vor Ort werden wir den Kampf gegen den Hunger nicht gewinnen können." erklärte Bundesagrarministerin Ilse Aigner im Vorfeld eines Treffens in Rom. In vielen Entwicklungsländern gelinge es nicht, mit öffentlichen Mitteln den Investitionsbedarf zu decken. Deswegen seien private Investitionen auch aus dem Ausland ein wichtiger Faktor, um global eine Verbesserung der Welternährung zu erreichen. Voraussetzung dafür seien allerdings „faire Spielregeln", betonte Aigner. Die ländliche Bevölkerung vor Ort dürfe nicht der Verlierer sein, sondern solle von Investitionen in die Landwirtschaft profitieren.

Deutschland unterstütze den Prozess der Entwicklung von Prinzipien für verantwortliche Investitionen auf mehreren Ebenen, unterstrich die Ministerin. Auf dem Berliner Agrarministergipfel im Januar 2013 will Aigner mit ihren Kollegen aus 185 Ländern  diskutieren, wie die Spielregeln für faire Agrarinvestitionen aussehen könnten. (sch)
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