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Auf die deutsche Milchwirtschaft kommt ein beinharter Strukturwandel zu. Die Milcherzeuger werden sich in der nächsten Dekade darauf einstellen müssen, dass der Außenschutz der EU abgebaut wird und sie zu Weltmarktpreisen konkurrieren müssen. "Die Milchwirtschaft wird mehr und mehr auf eigenen Beinen stehen müssen. Die EU ist noch da, aber immer weniger", erklärte Lars Hoelgaard, stellvertretender Generaldirektor der EU-Kommission für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung auf dem ZMP-Milchforum am Freitag in Berlin. Die Milchpreise sollten und müssten sinken und sich in Richtung des Weltmarktniveaus von 22 Cent/l entwickeln. Das werde dazu führen, dass "regionale Erzeugerstrukturen unter Druck geraten", erklärte Hoelgaard. Mit der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP), zu der Entkopplung und Abschaffung der Exportsubventionen gehören, stelle sich die EU für das WTO-Treffen in Hongkong im Dezember auf, berichtet die Agrarzeitung Ernährungsdienst. (gk)
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