Schweinefleisch

Weltmarkt zeigt sich erholt

"Steigende Ferkel- und Schlachtschweinepreise und konstante oder sogar sinkende Futtermittelpreise führten sowohl in der EU als auch global zu einer höheren Rentabilität der Betriebe", wird der Dr. Claus Deblitz vom Institut für Betriebswirtschaft des TI in der Mitteilung zitiert. Dies seien die Kernergebnisse der diesjährigen Konferenz des Agrarökonomen-Netzwerks "agri benchmark" im niederländischen Wageningen gewesen, berichtet das TI. Nach dessen Auswertungen hätten Betriebe in Brasilien die geringsten Produktionskosten, gefolgt von Russland, Kanda, Europa und Asien. 

Der weltweite Handel mit Schweinefleisch fokussiere weiter auf China. Noch im Jahr 2014 hätten sich sechs der zehn größten Exportströme für Fleischwaren innerhalb der EU befunden, so das TI. Nur einer der Top-10 Handelströme hätte von Deutschland nach China geführt. Im Jahr 2016 hätten nur noch zwei der Top-10 Handelsströme in der EU gelegen, fünf dagegen hätten nach China geführt. 

Deutschland habe in diesem Zeitraum seine Exporte nach China nahezu verdoppelt. Aber auch Spanien, Dänemarkk sowie die USA und Kanada hätten den in China expandierenden Markt mit steigenden Exporten bedient. 

Hauptgründe für die hohen Importe Chinas lägen in einem weiter zunehmendem Inlandsverbrauch und einer fehlenden inländischen Produktionsmenge. Jedoch sei erkennbar, dass in China ein Umbau zu moderneren, größeren aber auch umweltfreundlicheren Sauen- und Masteinheiten erfolge. Derzeit sei noch unklar, wie diese Entwicklung den internationalen Handel zukünftig beeinflussen werde, äußern die Wissenschaftler. (jst) 
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