Hartwig Fuchs und seine Vorstandskollegen stimmten heute die Hauptversammlung der Nordzucker AG in Braunschweig auf die neuen Verhältnissen auf dem Zuckermarkt ab Oktober ein. Unter dem Motto “Wir sind bereit“, kündigte der Nordzucker-Vorstand Investitionen in Werke, Menschen und Logistik, aber auch in Zukäufe in Drittländer und in der EU ein. Allerdings wartete er mit keinem konkreten Projekt auf, wie er es im Frühjahr noch angedeutet hatte. Dafür kann Fuchs die Aktionäre mit einer Dividende von 1,10 je Aktie für das Wirtschaftsjahr 2016/17 (März/Februar) erfreuen. Der Jahresüberschuss von 99 Mio. € kann sich gegenüber der Konkurrenz im Süden und Westen Deutschlands sehen lassen.

Rohrzucker gibt jetzt den Ton an

Fuchs forderte die Anteilseigner von Nordzucker auf, aktiv an den Entscheidungen zur Zukunft des Unternehmens teilzunehmen. Denn es werde nun ein Auf und Ab der Preise geben, die Zeiten der sicheren Mindestpreise seien vorbei. 


Seit März 2017 schwächelt der Weltmarktpreis für Zucker auf einem Niveau von 360 €/t. Der geschützte EU-Preis betrage noch 495 €/t, sagte Fuchs und schiebt die schlechte Nachricht gleich hinterher. „Der Zuckerpreis fällt weiter.“ Dies ist ein Hinweis auf die sinkenden Rohrzuckerpreise, die in der Zuckerwelt den Ton angeben. In der neuen Kampagne 2017 rechnen die Rübenlandwirte mit dem Unternehmen auf Basis neuer Verträge ab. Der Rübenpreis ist dabei erstmals an den Weltmarktpreis gekoppelt. (da)
stats