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Die Explosion der Lebensmittel- und Energiepreise im vergangenen Jahr hat zwischen 130 und 155 Millionen Menschen zurück in die Armut gestoßen. Der Präsident der Weltbank, Robert Zoellick, äußerte in der Süddeutschen Zeitung, dass wegen der globalen Rezession bis zu 55 Millionen Menschen zusätzlich unter die Armutsgrenze von 2 US-$ am Tag fallen dürften. "Man übersieht leicht, dass Lebensmittel zwar etwas billiger sind als 2008, dass sie aber im Vergleich noch immer teuer sind", wird Zoellick zitiert. So koste Reis heute in Afrika doppelt so viel wie 2002. Nahc Auffassung von Zoellick, ehemaliger Handelsbeauftragter des früheren US-Präsidenten George Bush, sollten die Freihandelsgespräche in der Doha-Runde längst abgeschlossen sein. "Seit einem Jahr liegt meiner Meinung nach eine mögliche Lösung auf dem Tisch", so der Weltbankpräsident. Er räumt allerdings auch ein, dass die Krise Kompromisse schwieriger macht. (HH)
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