Weltweit wächst Anbau von GV-Pflanzen um 15 Prozent

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Auch im vergangenen Jahr haben mehr Landwirte gentechnisch veränderte (GV-)Pflanzen angebaut. Die globale Fläche ist 2003 nach Erhebungen der international tätigen US-Agentur ISAAA auf 67,7 Mio. ha angewachsen. Das waren 15 Prozent mehr als 2002, berichtet die Agrarzeitung Ernährungsdienst in ihrer heutigen Ausgabe. An der Rangliste der wichtigsten Anbauländer hat sich nichts verändert. Nach wie vor sind die USA mit 42,8 Mio. ha (+ 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr) an der Spitze, gefolgt von Argentinien mit 13,9 Mio. ha. Dort betrug der Zuwachs aber nur 3 Prozent. In Kanada dagegen sind 2003 4,4 Mio. ha mit GV-Pflanzen bestellt worden, 26 Prozent mehr als im Vorjahr. In China wurde der Anbau von GV-Baumwolle weiter von 2,1 Mio. ha auf 2,8 Mio. ha stark ausgedehnt. Damit sind fast 60 Prozent der gesamten chinesischen Baumwollproduktion transgen. In Brasilien sollen erstmals nach Schätzungen der ISAAA rund 3 Mio. ha mit GV-Sojabohnen bestellt worden sein. Das seien aber vorsichtige Schätzungen, da zum Berichtszeitpunkt erst die Hälfte der Fläche bestellt worden sei.

In der EU hat nach wie vor nur Spanien GV-Mais auf einer Fläche von 32.000 ha (+ 33 Prozent) angebaut. Lediglich in Rumänien gibt es noch eine größere Fläche mit transgenen Pflanzen. Dort wurden im vergangenen Jahr laut ISAAA rund 70.000 ha mit GV-Sojabohnen bestellt. (AW)

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