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Für die Saison 2000/01 erwarten Analysten übereinstimmend ein weltweites Zuckerdefizit. Dies entstehe zum einen durch eine rückläufige Produktion, die sich nach Schätzung des deutschen Statistikhauses F. O. Licht gegenüber dem laufenden Wirtschaftsjahr mit 136,5 Mio. t auf 129,1 Mio. t (Basis Rohzucker) verringern wird. Zum anderen steige der Verbrauch. Die Internationale Zuckerorganisation (ISO) prognostiziert die jährliche Zuwachsrate auf 2 bis 2,5 Prozent. Rechnerisch ergibt sich daraus ein ungefährer Weltverbrauch von 133 bis 133,5 Mio. t für 2000/01. Was dabei zu wenig berücksichtigt werde, sind die weltweit sehr hohen Zuckervorräte aus früheren Überschussjahren, merken kritische Beobachter an. Zudem gebe es noch keine zuverlässigen Statistiken für das laufende Wirtschaftsjahr. Die Zuckerrübenernte in Osteuropa sei weiterhin wegen Trockenheit gefährdet und die Einfuhrpolitik Russlands ist nur schwer einzuschätzen. (ED)
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