Weltweiter Fleischverbrauch begünstigt Exporte von Schweinefleisch

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Das Wachstum der Weltbevölkerung, verbunden mit Einkommenszuwächsen vor allem im asiatischen Raum, wird die Nachfrage nach Lebensmitteln tierischen Ursprungs in den nächsten 20 Jahren erhöhen. Die Nachfrage wird die inländische Produktion nicht befriedigen können, sondern sie wird auch mit Importen - im Falle von Schweinefleisch vor allem aus Amerika und Europa - gedeckt werden. Aufgrund der Produktionskosten sieht Prof. Michael Boehlje von der Purdue Universität in den USA dabei Vorteile für die amerikanischen Produzenten. Anlässlich der von der Nutreco Agriculture, Boxmeer/Niederlande, veranstalteten Konferenz "Agrivision" bezifferte er am Mittwoch in Noordwijk/Niederlande die Produktionskosten für Dänemark auf 5,87 US-$/kg Schweinefleisch sowie für die Niederlande auf 4,73 US-$/kg, wogegen in Kanada und den USA mit 2,76 bis 3,31 US-$/kg gerechnet werden könne. Polen und Spanien sieht Boehlje als die europäischen Regionen, welche die größten Chancen haben werden, in den asiatischen Raum zu exportieren. Er erwartet für diejenigen Produzenten die größten Exportzuwächse, die Schweinefleisch zu günstigsten Preisen als Massenware anbieten können. Differenzierte Ware bleibe der Weiterverarbeitung in den Herkunftsregionen vorbehalten. (BS)
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