Weltweizenernte niedriger geschätzt

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Auf 570 Mio.t hat heute der Internationale Getreiderat IGC, London, die globale Weizenproduktion in der bevorstehenden Saison 2001/02 geschätzt. Diese Zahl liegt um 12 Mio.t unter der Produktion von 2000/01 und um 7 Mio.t unter der Prognose, die der IGC Ende Mai für 2001/2002 veröffentlicht hat. Zurückgenommen gegenüber der Einschätzung vom Vormonat hat der IGC die Erwartungen für die bevorstehenden Weizenernten in Australien, China, Kanada und den USA. Diese Rückgänge werden nach Ansicht des IGC nur zum Teil durch höhere Ernten in Ungarn, Rumänien, Russland, der Ukraine, Argentinien und Nordafrika kompensiert.

Trifft die Produktionszahl von 570 Mio.t für 2001/02 ein, läge die Produktion um 29 Mio.t unter dem geschätzen globalen Weizenverbrauch in der kommenden Saison. Damit würde im vierten Wirtschaftsjahr in Folge die Produktion unter dem Verbrauch liegen und die weltweiten Bestände erneut abgebaut werden. Unsicherheiten gibt es allerdings über die tatsächliche Höhe der globalen Weizenbestände, nachdem seit einigen Wochen Chinas Vorräte wesentlich höher eingeschätzt werden. Dort zweifeln Analysten allerdings an der Qualität dieser Lagerbestände. Insgesamt geht der IGC wegen der engen Angebots-/Nachfrage-Relation für die kommende Saison von einem steigenden Niveau der Weltmarktpreise für Weizen aus. Auf Dollarbasis bewegen sie sich derzeit auf sehr niedrigem Niveau. (db)
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