Die Kartoffelernte dürfte dieses Jahr mau ausfallne.
-- , Foto: Brigitte Stein
Die Kartoffelernte dürfte dieses Jahr mau ausfallne.

Die Vereinigung der Nordwesteuropäischen Kartoffelerzeuger (NEPG) erwartet, dass die diesjährige Ernte um 14,1 Prozent kleiner ausfällt als im vorigen Jahr. In den fünf großen Kartoffelanbauländern Deutschland, Belgien, Großbritannien, Frankreich und den Niederlanden sollen insgesamt nur 24,5 Mio. t Kartoffeln gerodet werden. Damit würde der fünfjährige Durchschnitt um 2,9 Prozent verfehlt.

Noch im Juni war die Vereinigung nicht so pessimistisch und prognostizierte nur 0,9 Prozent unter der Durchschnittsmenge. Die Anbaufläche in den fünf Ländern ist um 3,7 Prozent kleiner als im vorigen Jahr. Aber stets schlägt der Ertrag stärker zu Buche.

Die Bestände präsentieren sich sehr unterschiedlich. Teils sind sie am Absterben, teils noch grün und im Wachstum. Da der Markt knapp versorgt zu sein scheint, könnte es also sinnvoll sein, das Wachstum noch mitzunehmen. Allerdings wächst damit auch das Risiko für die Qualitäten, wenn bei kalten Böden und hohem Unterwassergewicht gerodet werden muss. Zudem könnte es auch zu Durchwuchs kommen, wenn die Bestände schon zu weit in der Reife sind, warnt die Vereinigung. (brs)
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