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Australien und Neuseeland werden ihren Export von Molkereiprodukten kurzfristig nicht wesentlich steigern können, wie aus einem Bericht des australischen Amts für Land- und Rohstoffwirtschaft (Abare) in Canberra hervorgeht. Die australische Milchwirtschaft erholt sich nur allmählich von der anhaltenden Trockenheit, berichtet das Wiener Agrarinformationszentrum weiter. Erstmals seit sieben Jahren wird die Zahl der Milchkühe im Wirtschaftsjahr 2008/09 voraussichtlich wieder leicht zunehmen. Die Wasser- und damit die Futterversorgung der vielfach bewässerten Grünlandbetriebe bleibt aber angespannt. Daher dürfte die Milcherzeugung 2008/09 nur um 1,6 Prozent auf 9,25 Mrd. Liter steigen. Für Neuseeland prognostiziert das Abare ein Plus von 2 Prozent. Hier verhindern Flächenkonkurrenz und strengere Umweltauflagen ein kräftigeres Produktionswachstum. Auf dem Weltmilchmarkt wird Ozeanien folglich weiterhin nicht als der gewohnt starke Exporteur auftreten können. (ED)
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