Wenig Sonne aus Argentinien

1

In Argentinien ist in diesem Frühjahr eine sehr kleine Sonnenblumenernte zu erwarten. Deutlich niedriger als in den Vorjahren dürften 2001 die Exporte an Saat, Öl und Schrot ausfallen. Die Produktionszahl für argentinische Sonnenblumensaat hat der Branchendienst Oil World, Hamburg, in seinem jüngsten Bericht auf nur noch 3,5 Mio. t reduziert. Im Frühjahr 2000 waren noch 5,7 Mio. t geerntet worden. Grund für die kleine Ernteprognose ist eine deutlich reduzierte Anbaufläche. Die argentinischen Landwirte haben nach Schätzungen von Oil World im Dezember Sonnenblumen nur noch auf rund 2,1 Mio. ha ausgesät. Das sind rund 1,4 Mio. ha weniger als im Vorjahr. Um den gleichen Flächenumfang ist stattdessen der Anbau von Sojabohnen auf fast 10,2 Mio. ha ausgeweitet worden. Oil World beziffert die zu erwartende argentinische Sojaernte in diesem Frühjahr mittlerweile auf 24,4 Mio. t und damit noch höher als die bereits hohe Prognose des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums USDA. Das USDA hat in seiner Januarschätzung die bevorstehende argentinische Bohnenernte auf 23,5 Mio. t beziffert. Im Frühjahr 2000 sind den USDA-Zahlen zufolge 20,7 Mio. t Sojabohnen geerntet worden. Bei Sonnenblumen wird Argentinien auf Grund der kleinen Ernte weniger Saat, Öl und Schrot exportieren können. Die möglichen Exporte an Sonnenblumensaat im Kalenderjahr 2001 schätzt Oil World auf 50 000 t, nachdem es im Vorjahr 260.000 t und 1999 fast 1 Mio. t gewesen waren. Die Ölexporte schätzt der Branchendienst 2001 auf 1,1 Mio. t (2000: 1,6 Mio. t, 1999: 1,9 Mio. t). Exporte von Sonnenblumenschrot aus Argentinien schließlich könnten 2001 auf 1,5 Mio. t schrumpfen (2000: 1,8 Mio. t, 1999: 2,3 Mio. t). (db)
stats