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In den osteuropäischen Ländern erschweren Währungschwankungen die Ausfuhr von Agrarprodukten. „Nur wenn sich der Umrechnungskurs von Euro in die Landeswährung rechnet, lohnt sich die Ausfuhr von Weizen und Mais aus Rumänien und Ungarn“, erläuterte Agrarhändlerin Minnegard Mosel, Almos Alfons Mosel Handels GmbH, Nittendorf, heute den Teilnehmern des Seminars der Agrarzeitung Ernährungsdienst (ED) in Regensburg. Zusätzlich verteuerten hohe Frachtraten die Verschiffung auf der Donau. Mosel bevorzugt derzeit den Warentransport mit der Bahn, wenn auch hier die Kapazitäten begrenzt sind.

Die Vermarktung von Mais und Weizen aus Ungarn und Rumänien bleibt schwierig. Ungarn hat in diesem Jahr einen Exportüberschuss von 4,5 Mio. t Mais, in Rumänien sind es 1,5 Mio. t Mais. Die Wirtschaftskrise schmälert die Liquidität der landwirtschaftlichen Betriebe, berichtete Mosel. Zu ihrem Unternehmen gehört ein landwirtschaftlicher Betrieb in Rumänien. „Banken bieten uns dort für Betriebsmittelkredite einen Zinssatz in Höhe von 20 Prozent an. Wie alle anderen Betriebe können wir diese Konditionen nicht akzeptieren", so die Agrarhändlerin. Auf Grund der hohen Finanzierungskosten würden die Betriebe den Einsatz von Saatgut, sowie Dünge- und Pflanzenschutzmitteln stark zurückfahren. (da/ir)

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