Wenige US-Tankstellen bieten E15

Amerikanische Autofahrer sollen den Ethanolgehalt im Benzin selbst bestimmen können. Für die Errichtung spezieller Zapfsäulen sind Subventionen geplant. In den USA ist seit einem halben Jahr der Kraftstoff E15, also Benzin mit 15 Prozent Ethanol, zugelassen. Die US-Umweltbehörde EPA hat eine Freigabe für alle Pkw-Modelle erteilt, die ab 2001 verkauft worden sind. Das Angebot an E15 ist allerdings noch gering. Zurzeit bieten nach Informationen des Landwirtschaftsministeriums USDA etwa 2.350 Tankstellen E15 an. Das sind weniger als 1,5 Prozent aller Tankstellen in den Staaten, deren Zahl auf insgesamt 167.800 geschätzt wird.

Die Tankstellenbetreiber sind verpflichtet, auch weiterhin Benzin anzubieten, das von älteren Motoren vertragen wird. Um E15 stärker zu verbreiten, sollen Tankstellen zunehmend mit „blender pumps" ausgestattet werden. An diesen flexiblen Zapfstellen können Kunden zwischen verschiedenen Ethanolanteilen wählen. US-Agrarminister Tom Vilsack hat jetzt das Ziel ausgegeben, dass in den kommenden fünf Jahren 10.000 solcher flexibler Zapfsäulen installiert werden sollen. Für die technische Umrüstung ist staatliche Unterstützung geplant. (db)
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