Datenerhebung

Weniger Antibiotika in der Tiermedizin


Insgesamt sind im Jahr 2012 rund 1.619 t Antibiotika von pharmazeutischen Unternehmen und Großhändlern an Tierärzte in Deutschland abgegeben worden, berichtet das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL). Im Vergleich zum Vorjahr ist die Gesamtmenge um 87 t gesunken.

Allerdings ist die Abgabe der als Reserveantibiotika in der Humanmedizin wichtigen Wirkstoffe wie Fluorchinolone und Cephalosporine der 3. und 4. Generation etwas angestiegen, wobei das Niveau insgesamt niedrig ist, betont das BVL. Nach wie vor liege der Fokus der Antibiotikaabgabe in der Veterinärmedizin eindeutig bei älteren Wirkstoffen wie Penicilline und Tetrazykline.

Der Einsatz von Tierarzneimitteln diene dem Ziel, kranke Tiere zu behandeln und damit die Tiergesundheit und den Tierschutz zu fördern, beteuert das BVL. Sorge bereite jedoch, dass der Therapieerfolg sowohl in der Human- wie auch in der Tiermedizin zunehmend durch das Auftreten antibiotikaresistenter Bakterien gefährdet wird. Der Transfer von antibiotikaresistenten Bakterien sowie der Transfer von Resistenzgenen zwischen Mensch und Tier seien wechselseitig möglich. (db)
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