Weniger Braugerste aus Rheinland-Pfalz


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In Rheinland-Pfalz rechnen die Branchenkenner mit einer unterdurchschnittlichen Braugerstenernte von 40 bis 45 dt/ha in diesem Jahr. Die Trockenheit im April und der Gelbverzwergungsvirus in den Beständen werden zu den Mindererträgen führen. Ursache für das Auftreten des Virus scheinen der milde Winter und eine ungenügende Beizung des Saatgutes zu sein. Dieses Fazit wurde auf der diesjährigen Braugerstenrundfahrt im Kreis Simmern gezogen. Erste Ernteergebnisse bei Winterbraugerste zeigen, dass je nach Virusbefall 30 oder 60 dt/ha mit einer Spannbreite beim Eiweißgehalt von 9 bis 15 Prozent eingebracht wurden. Die Hektolitergewichte sind in Ordnung. Diese Ergebnisse können allerdings noch nicht als repräsentativ bezeichnet werden. Die Anbaufläche in diesem Bundesland wurde im Vergleich zum Vorjahr nochmals auf etwa 50.000 ha eingeschränkt. 2006 lag die Fläche bei 58.000 ha, 2005 bei 71.000 ha. (dg)
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