Weniger Braugerste in Baden-Württemberg


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In Baden-Württemberg rechnet die Branche mit einer Anbaufläche für Sommergerste in diesem Jahr von maximal 80.000 ha. Im Jahr 2006 wurden noch knapp 83.000 ha des Sommergetreides in diesem Bundesland angebaut. Dies wurde jetzt auf der Mitgliederversammlung der Landesbraugerstenstelle Baden-Württemberg e.V. in Herrenberg festgestellt. Bei einem halbwegs durchschnittlichen Ertrag könnte damit die erforderliche Rohstoffversorgung von 230.000 bis 250.000 t Gerste für die Mälzereien gesichert sein.

"Entscheidend für den Anbau werden die Witterungsbedingungen in den kommenden Wochen sein", kommentierte Fachberater Hans Tausch die Situation. Der Boden sei vom Regen der vergangenen Wochen gesättigt, die oberen Schichten teilweise schon trocken. Die Felder seien allerdings nur schwer befahrbar, da sie auf Grund des fehlenden Frostes nicht durchgefroren seien. So könne es sein, dass sich die Landwirte für den Anbau von Mais zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden, wenn sie Absatzmöglichkeiten dafür haben. Die Sortenempfehlung für Braugerste bleibt bei 25 Prozent Belana, 25 Prozent Braemar und 25 Prozent Pasadena. Der Rest der Fläche entfalle auf Futtergerste sowie andere Sorten. Vorverträge für Braugerste der neuen Ernte seien mit 160,00 bis 170,00 €/t frei Erfassungslager abgeschlossen. Teilweise habe es auch Zweijahres-Verträge gegeben. Hier sei allerdings nicht über den Preis gesprochen worden. (dg)

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