Weniger Getreide im Südwesten


Die Getreideernte in Baden ist erst zu 60 Prozent abgeschlossen. Die bisher eingebrachte Ware weist gute Qualitäten auf. „Die Wettereinflüsse haben dem Getreide dennoch zugesetzt", erläuterte Dr. Ewald Glaser, Vorstandsvorsitzender der ZG Raiffeisen eG, Karlsruhe, heute auf der diesjährigen Erntepressekonferenz in Rastatt-Ottersdorf die Situation. Die Erträge werden nach Einschätzung Glasers bis zu 15 Prozent unter den Werten des Vorjahres liegen. Während die Trockenheit im Juni und Juli zu einer kleineren Getreideernte führte, hätten die Niederschläge der vergangenen drei Wochen einen „ordnungsgemäßen" Drusch verhindert.

Das Getreide sei notreif gewesen, konnte jedoch auf Grund des fast täglichen Niederschlags nicht geerntet werden. Die Verzögerung habe zu Auswuchs geführt. Häufig könnten diese Partien nur noch für die Futtermittelindustrie verwendet werden. Die diesjährige Erzeugung von Getreide in Baden-Württemberg wird nach Schätzungen der ZG bei 3,3 Mio. t liegen. Das bedeutet ein Minus von etwa 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. (dg)
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