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Die Situation am polnischen Kartoffelmarkt ist seit längerem von einem Überangebot gekennzeichnet. Daher sind die Preise auf einem äußerst niedrigen Niveau von 40 bis 60 €/t. Dies bleibt nicht ohne Folgen für die Kartoffelproduktion des Landes, berichtet Agra Europe London. Insbesondere kleinere Erzeuger wollen Ausgaben für den kommenden Anbau vermeiden und kaufen darum kein Pflanzgut. Folglich ist auch der Pflanzgut-Handel schwach gestimmt.

Zudem verabschieden sich immer mehr Erzeuger vom Kartoffelanbau, weil die Vermarktung wenig lukrativ ist. Insbesondere größere Kartoffelbetriebe hoffen darauf, dass die kleinen, privaten Hauswirtschaften den Kartoffelanbau einstellen. Experten erwarten einen Flächenrückgang gegenüber dem Jahr 2007 um 7 Prozent auf 530.000 ha. Unter normalen Witterungsbedingungen könnten dann immer noch 10 bis 11 Mio. t Kartoffeln zur Ernte zusammenkommen. (brs)

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