Zwischenfazit

Weniger Kredite der Rentenbank

Die deutsche Förderbank für die Agrarwirtschaft und den ländlichen Raum vermeldet für das 1. Halbjahr 2016 ein Neugeschäft mit zinsgünstigen Programmkrediten in Höhe von 3,4 Mrd. €. Das sind knapp 7 Prozent weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum. Bedingt durch die angespannte Lage vieler landwirtschaftlicher Betriebe blieb die Nachfrage nach Darlehen zur Liquiditätssicherung hoch, teilte die Rentenbank heute mit.

Das Neugeschäft mit Programmkrediten entwickelte sich in den einzelnen Fördersparten unterschiedlich. Die Preiskrise auf den Agrarmärkten machte sich den Angaben zufolge insbesondere in der Fördersparte „Landwirtschaft" bemerkbar. Hier sagte die Bank 1,1 Mrd. € neu zu, knapp 25 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Gebäudefinanzierungen, aber auch Finanzierungen für Maschinen- und Flächenkäufe seien stark zurückgegangen.

In der Fördersparte „Erneuerbare Energien" stieg das Neugeschäft laut Rentenbank dagegen um fast 6 Prozent auf 732,8 Mio. € Hierfür war ein kräftiger Zuwachs bei Windkraftfinanzierungen verantwortlich, der stärker zu Buche schlug als der gleichzeitige Rückgang bei den Finanzierungen für Fotovoltaik- und Biogasanlagen.

Die Neuabschlüsse in der Fördersparte „Agrar- und Ernährungswirtschaft" erreichten ein Volumen von 508,1 (Vorjahr: 368,1) Mio. €. Hier finanzierte die Bank vor allem Maschinen, Gebäude und Betriebsmittel. In der Fördersparte „Ländliche Entwicklung" lag das Neugeschäft mit 906,4 Mio. Euro in etwa auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums. (Sz)
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