Rentenbank-Bilanz

Weniger Kredite für Windenergie


In den ersten drei Monaten des laufenden Jahres konnte die Rentenbank für 1,5 Mrd. € neue Programmkredite zusagen. Nach Angaben von Vorstandssprecher Dr. Horst Reinhardt übertrifft dieser Wert jenen aus dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um mehr als 5 Prozent. Dabei entwickelten sich die einzelnen Sparten unterschiedlich.

In der Fördersparte Landwirtschaft nahm die Kreditnachfrage von Januar bis März 2015 um 5,2 Prozent ab. „Hier sind vor allem Investitionen in Stallgebäude rückläufig", erläuterte Vorstandssprecher Dr. Horst Reinhardt heute die Zahlen während der Bilanzpressekonferenz seines Hauses in Frankfurt. Regelrecht eingebrochen ist von Januar bis März 2015 die Nachfrage nach Förderkrediten für erneuerbare Energien. Reinhardt nannte hier ein Minus von fast 56 Prozent, das sowohl auf eine gesunkene Nachfrage nach Biogas- als auch Windkraftfinanzierungen zurückzuführen sei.

Mehr Geld für ländliche Entwicklung

Dagegen stiegen die Darlehen, die die Rentenbank an die Förderbanken der Bundesländer für die ländliche Entwicklung vergibt, im 1. Quartal 2015 auf 462 (Vorjahr: 107) Mio. € deutlich an. Mit Blick auf die abgelaufene Geschäftssaison ist die Rentenbank laut eigenem Bekunden „sehr zufrieden". Im Programmkreditgeschäft sei mit 6,9 (7,2) Mrd. € fast der der Förderrekord aus dem Vorjahr erreicht worden. Reinhardt führte diese Entwicklung insbesondere auf die Finanzierungen der Landwirte in Erneuerbare Energien zurück, vor allem in Windkraftanlagen.

Für die weitere Entwicklung 2015 sieht Reinhardt das Unternehmen „großen Herausforderungen gegenüber, sowohl unter Ertrags- als auch Kostenaspekten. In ihrer Planung gehe die Rentenbank davon aus, dass das Neugeschäft mit allgemeinen Förderkrediten und das Förderneugeschäft leicht ansteigen werden. Bei den Programmkrediten werde für 2015 aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Investitionstätigkeit der Endkreditnehmer ein Rückgang erwartet. (Sz)
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