Weniger Lust auf Rüben


Die meisten deutschen Landwirte planen 2013 eine geringere Anbaufläche für Zuckerrüben. Biogas schwächt den Rückgang ab.

In Nord-, Ost- und Westdeutschland wollen zwei Drittel der Zuckerrübenanbauer die Fläche 2013 verringern, zeigt eine aktuelle Umfrage des Landwirtschaftlichen Informationsdienstes Zuckerrübe (LIZ). Ein Viertel der Befragten plant sogar, die Anbaufläche um mehr als 15 Prozent gegenüber 2012 einzuschränken. Der LIZ berichtet weiter, dass lediglich 25 Prozent der befragten Landwirte wie im Vorjahr aussäen wollen und nur 10 Prozent mehr Flächen für Zuckerrüben vorsehen.

Der LIZ deckt die Liefergebiete für die Zuckerfabriken von Nordzucker, Pfeifer & Langen sowie den Standort Anklam der Suiker Unie ab.

Die agrarzeitung (az) hatte kürzlich berichtet, dass nach Einschätzungen von Marktteilnehmern die bundesdeutsche Zuckerrübenfläche um 7 bis 8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr schrumpfen könnte. Höhere Abnahmeraten im zweistelligen Prozentbereich sind aus dem Gebiet der Südzucker zu hören. Im Norden könnten dagegen Rüben für die Biogasnutzung in diesem Jahr einige Flächen dazu gewinnen.

Die gesamte deutsche Rübenfläche würde 2013 deutlich unter die Marke von 400.000 ha fallen. Für das Vorjahr berichtet das Statistische Bundesamt von einer Anbaufläche von etwa 404.000 ha. Davon dienten nach den Zahlen der Wirtschaftlichen Vereinigung Zucker (WVZ) 394.000 ha der Zuckererzeugung. Darin sind auch die Mengen enthalten, die anschließend zu Bioethanol verarbeitet werden. Der Anbau von Zuckerrüben für Biogasanlagen wird statistisch nicht erfasst. Möglicherweise hat er 2012 bis zu 10.000 ha erreicht. (db)
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