Der Strukturwandel in der Tierproduktion von Nordrhein-Westfalen setzt sich fort. Zahlreiche Landwirte geben auf. Nach einer Auswertung der Viehzählung des Landesbetriebes Information und Technik durch die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen (NRW) haben innerhalb eines Jahres 796 Betriebe die Rinderhaltung aufgegeben. Insgesamt gab es zum Stichtag am 3. Mai 2012 den Angaben zufolge noch 19.185 Bauernhöfe, auf denen Rinder gehalten werden und damit 3,9 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Die Zahl der Rinder ist von Mai 2011 bis Mai 2012 annähernd konstant geblieben. Insgesamt gibt es der Kammer zufolge in dem Bundesland rund 1,4 Millionen Kühe, Bullen, Jungtiere und Kälber.

Innerhalb eines Jahres haben dort 419 Milchbauern die Produktion eingestellt, übrig geblieben sind 7.793 Milchviehbetriebe, 5,1 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Die Zahl der Milchkühe hat gegenüber dem Mai des Vorjahres leicht zugenommen. Insgesamt gab es im Mai dieses Jahres in den Ställen von NRW 400.518 Milchkühe, 2.491 mehr als ein Jahr zuvor.

Die Zahl der Mastbullen ab einem Jahr und älter hat gegenüber dem Mai vergangenen Jahres um knapp 1 Prozent abgenommen. Die Zahl der Mutterkühe, die nicht gemolken, sondern ausschließlich für die Rindfleischproduktion gehalten werden, ging nach Angaben der Kammer um 5,3 Prozent auf 65.734 Tiere deutlich zurück. (az)
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