Weniger Mühlen vermahlen mehr Getreide

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Mit einem Rückgang der Anzahl der meldepflichtigen Mühlen um 15 Betriebe auf insgesamt 318 Betriebe verschärfte sich der Konzentrationsprozess in der deutschen Mühlenwirtschaft im vergangenen Wirtschaftsjahr 2005/06 erneut. Die durchschnittliche Jahresvermahlung der nach der Marktordnungswaren-Meldeverordnung gezählten Mühlen in Deutschland (Mühlen ab 500 t Jahresvermahlung) ist nach Angaben der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE), Bonn, im Berichtszeitraum weiter angestiegen. Sie erreichte 2005/06 laut BLE den Wert von 25.510 (Vorjahr: 23.343) t pro Jahr und Mühle.

Im Wirtschaftsjahr 2005/06 hätten die deutschen Mühlen insgesamt 7,73 Mio. t Brotgetreide vermahlen. Die Gesamtmenge teile sich auf in 6,83 Mio. t Weichweizen und 0,9 Mio. t Roggen. Dies entspreche einer Steigerung bei Weichweizen von rund 294.000 t (plus 4,5 Prozent) und bei Roggen von rund 7.500 t (plus 0,8 Prozent). Die Gesamtvermahlung einschließlich Hartweizen sei um 339.000 t (plus 4,4 Prozent) auf 8,11 Mio. t geklettert. Die Anteile von Weichweizen und Roggen an der Brotgetreidevermahlung hätten sich im Vergleich zum Vorjahr geringfügig zu Gunsten von Weizen verschoben. (Sz)

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