Der Deutschen Bauernverband (DBV) lobt in seinem Situationsbericht die Tierhalter Deutschlands. Die Hälfte des landwirtschaftlichen Umsatzes wird hier verdient.

Zwei von drei Landwirten halten auf ihrem Hof Nutztiere. Die Hälfte ihres Umsatzes von 55 Mrd. € erwirtschaften deutsche Bauernfamilien mit der Haltung und Fütterung ihrer Tiere. Insgesamt sind 2,6 Millionen Erwerbstätige in Deutschland innerhalb der gesamten Kette vom Stall bis zur Ladentheke mit Tierhaltung, Erzeugung und Vermarktung tierischer Produkte beschäftigt.

Nach dem Situationsbericht des DBV werden über alle Tierarten hinweg rund 13 Millionen Großvieheinheiten (eine Großvieheinheit umfasst 500 kg Lebendgewicht) gehalten. Im Jahr 2000 waren es noch über 14 Millionen, 1950 in der DDR und der BRD zusammen gar rund 15 Millionen. Während der Rinderbestand von 14,5 Millionen (2000) auf 12,25 Millionen zurückgegangen ist, ist die Anzahl an Schweinen von 25,6 Millionen im Jahr 2000 auf 27,7 Millionen im Jahr 2012 angestiegen. Bei Geflügel hat sich der Bestand von 122 Millionen Tieren im Jahr 2000 auf beinahe 129 Millionen im Jahr 2012 vermehrt.

Die Haltungsbedingungen für die Tiere haben sich in den zurückliegenden Jahren erheblich verändert. Durch die Investitionen in tiergerechtere Ställe wurde das Lebensumfeld der Nutztiere verbessert, stellte der DBV fest. 2012 investierten die Bauern geschätzt 7 Mrd. € in neue Ställe und tierfreundliche Stalleinrichtungen.

Dies waren zwei Drittel aller Investitionen der deutschen Landwirtschaft. Von den 4,8 Millionen Milchkühen in Deutschland leben heute über 72 Prozent auf der Weide oder in modernen Laufställen mit voller Bewegungsfreiheit, freiem Zugang zum Futter und guten Licht- und Klimabedingungen aus, so der DBV.  (hed)
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