Kurz vor der Fachmesse Fruit Logistica in Berlin veröffentlicht QS einen Monitoringreport zur Belastung von Obst, Gemüse und Kartoffeln mit Pflanzenschutzmitteln.

Die Teilnahme an einem Rückstandsmonitoringsystem ist in der Obst- und Gemüsebranche mittlerweile Standard. Insgesamt 16.059 Proben aus 66 Ländern wurden in diesem Jahr ausgewertet. Dies ergibt sich aus dem Monitorinbericht, den die QS Fachgesellschaft Obst-Gemüse-Kartoffeln GmbH und der Deutsche Fruchthandelsverband e.V. (DFHV) jetzt veröffentlichten.

In 40 Prozent der untersuchten Proben wurden keinerlei Rückstände von Pflanzenschutzmitteln gefunden. Bei Ware aus der EU lagen 0,9 Prozent der Proben unter den gesetzlichen Höchswerten. Bei Ware aus Drittländern lag die Beanstandungsquote bei 2,8 Prozent. Dies waren 0,4 Prozentpunkte unter der des Vorjahres.

Neben ausführlichen Berichten zur Rückstandssituation bei Bananen, Pflaumen und Rucola, nahmen QS und der DFHV im diesjährigen Monitoringreport Möhren genauer unter die Lupe. Sie sind nach Tomaten und Speisezwiebeln das beliebteste Gemüse der Deutschen.

Insgesamt wurden 441 Proben des Wurzelgemüses analysiert. Fast die Hälfte war völlig rückstandsfrei. 55 Prozent der Proben enthielten nachweisbare Rückstände von Pflanzenschutzmitteln, die meisten nur ein oder zwei Wirkstoffe. Zwei Proben mussten beanstandet werden, da die gesetzlichen Rückstandshöchstgehalte überschritten wurden. (hed)
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