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In Deutschland wurden im Wirtschaftsjahr 2000/01 (Juli/Juni) 8,9 Mio. t Ölsaaten verarbeitet. Das sind 0,4 Prozent mehr als im Vorjahr, teilt das Bundeslandwirtschaftsministerium, Bonn, mit. Wichtigste Ölsaat blieb nach wie vor Raps. Mit 4,28 Mio. t wurden davon allerdings 4,2 Prozent weniger verarbeitet als im Vorjahr, während die Verarbeitung von Sojabohnen 3,93 Mio. t erreichte und damit um 7,9 Prozent zulegte.

Der Rückgang der Rapsverarbeitung resultiere in erster Linie aus der geringeren Verarbeitung von inländischem Raps infolge der niedrigeren Ernte. Die Zunahme bei der Verarbeitung von Sojabohnen dürfte nach Einschätzung des Ministeriums mit dem seit Dezember 2000 geltenden Verfütterungsverbot für Tiermehle im Zusammenhang stehen. Trotzdem hatte Raps einen Anteil von über 48 Prozent an der Gesamtverarbeitung, während der Anteil der Sojabohnen bei gut 44 Prozent lag. Der Anteil von Sonnenblumen ging auf Grund der geringeren Verarbeitung eingeführter Saaten zurück. (ED)
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