Weniger Schweine garantieren keine höheren Erlöse

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Obwohl das Aufkommen an Schlachtschweinen im laufenden Kalenderjahr in Deutschland voraussichtlich geringer ausfallen dürfte als 2008, sind steigende Auszahlungspreise der Schlachtereien keineswegs sicher. Das mittlerweile sehr wichtig gewordene Exportgeschäft vor allem nach Osteuropa ist wegen der Aufwertung des Euro gegenüber den dortigen Währungen auffallend schwierig geworden, bestätigt ein süddeutscher Vieh- und Fleischhändler gegenüber ernährungsdienst.de. Große Hoffnungen werden zwar auf Absatzmöglichkeiten in China gesetzt, doch steht die Zertifizierung von Schlachthöfen für den direkten Export nach China noch immer aus.

Dass die Preise in Deutschland nicht bereits stärker unter Druck geraten sind, ist dem zunehmenden Konkurenz auf der Abnehmerseite zu verdanken. Die zusätzlich errichteten neuen Schlachtkapazitäten heizen den Wettbewerb um Schlachtschweine an, mit der Folge, dass die Margen in der Branche zunehmend unter Druck geraten. Sie haben aber auch dazu geführt, dass vermehrt Schweine aus anderen EU-Ländern in Deutschland geschlachtet werden. Die Bilanzen der Schweinemäster sind vor dem Hintergrund gesunkender Futtermittel- und Energiepreise noch zufriedenstellend, geht aus einer Umfrage von ernährungsdienst.de hervor. Auch die längerfristigen Prognosen sind vorsichtig positiv, wenngleich mit einer zunehmenden Volatilität gerechnet wird. (HH)

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